Rühme ab 1800 und die Feuersbrunst


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Am 17.05.1852 brach durch das Spiel eines Kindes Feuer aus. Die Bauern waren mit ihren Familien auf dem Feld. So konnte sich das Feuer schnell entwickeln und vernichtete sechs von elf Bauernhöfen bis auf die Grundmauern. Die Bauern, die durch die Feuersbrunst ihre Höfe verloren hatten, siedelten an anderen Stellen, wo sie eigenes Land hatten, wieder an. Dort befinden sich die Höfe heute noch. Das Dorf rückte nun mit einem großen Teil seiner Bewohner zur heutigen Gifhorner Straße, der alten Heerstraße. Auch die Lehmkuhle wurde durch zwei Bauernstellen neu besiedelt. So hatte sich das Gesicht des Dorfes bis 1856 sehr verändert. [1]

Das erste Bauvorhaben, noch während der Separation (1858) begonnen, war die Verlegung der Schule vom alten Platz an der Schunter in ein neues Gebäude auf dem Gebiet der Lehmkuhle. Dort hatte die Gemeinde der Schule ein Stück Land schenkungsweise überlassen. Die Schule bestand aus einem Klassenraum, der darüber liegenden Lehrerwohnung und den zur Schule gehörenden Stallungen. Im Jahr 1893 wurde die Schule in Rühme erweitert. Heutzutage sind im Erdgeschoß die Räumlichkeiten des Gemeinschaftshauses untergebracht. [1]

1866 wurde die Schunter begradigt. Die Wassermassen wurden umgeleitet. Früher floss die Schunter gleich hinter den Bauernhöfen im "alten Dorf" annähernd dort, wo heute der Ohe-Graben verläuft. Jetzt liegt von dort dazwischen bis zur Schunter noch die Wiese. Von 1866 bis 1900 begann die Besiedlung der Gifhorner Straße zu beiden Seiten. Auch die ersten Häuser an der Hansestraße wurden gebaut und die Baulücken in der Turmstraße geschlossen. [1]

1902 hatte Rühme 400 Einwohner. 1911 begann man mit dem Ausbau der heutigen Osterbergstraße. Erst im Jahre 1928 wurde die heutige Osterbergstraße von der Rühmer Eiche bis zum Friedhof fertig gebaut. Neu bebaut wurden auch der Hesterkamp und zum Teil der Eichenstieg. 1934 hatte Rühme etwa 450 Einwohner. [1]

Bis 1937 hatte die Stadt Braunschweig außer Veltenhof und Rühme auch noch die Dörfer Riddagshausen, Gliesmarode, Querum, Ölper, Lehndorf und Melverode mit zusammen 1.000 Einwohnern eingemeindet. [1]

Braunschweigische Anzeigen im Mai 1852. [5]
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